Seit 1992 bewirtschaftet der Betrieb Richardt seine Flächen nach den Bewirtschaftungsrichtlinien des biologischen Landbaus. Die Schweinehaltung ist von einer provisorischen Herdenhaltung geprägt. Die Mastschweine fühlen sich in den großen Liegebuchten sichtlich wohl. Dennoch bedarf es neben dem eingestreuten Liegebereich noch eines ständigen Auslaufes. Das Projekt verfolgt das Ziel die Haltungsbedingungen der Schweine zu verbessern und damit die Kriterien der EG-Bio-VO Anhang I Teil B Ziffer 8.3.1. und Anhang VIII Teil 1 zu erfüllen. Dies ist aufgrund der vertraglich gesicherten Absatzbeziehungen existenzsichernd. Der Betrieb Richardt ist seit 03.03.2001 verpflichtet, den Schweinen einen ständigen Auslauf zu gewährleiten. Mit dem Bau des Auslaufes kommt der Betrieb den Forderungen der EU-Kontrollstelle nach, die bisher lediglich Ausnahmegenehmigungen erteilt hat. Der Hauptabnehmer des ökologisch erzeugten Schweinefleisches, die Firma TEGUT fordert ebenfalls diese Verbesserung der Haltungsbedingungen.
Als zweites Teilprojekt werden neue Wurstreiferäume geschaffen. Damit ist eine Verbesserung der Produktqualität verbunden.
Ziele und erwartete Effekte des Projektes
Die Umsetzung des Projektes sichert zunächst die Existenz des Biohofes Richardt mit seinen Arbeitsplätzen.
Der Biohof entwickelt sich zunehmend zum Vorzeigehof einer ökologischen Landwirtschaft. Die Region erwartet davon Synergien hinsichtlich anderer Landwirtschaftsbetriebe, die den Wandel von der Massentierhaltung zu einer artgerechten Tierhaltung vollziehen wollen.
Einordnung des Projektes in die Handlungsfelder der Region
Das Projekt ist im Handlungsfeld "Landwirtschaft-Erzeugung-Vermarktung" eingeordnet. Im REK ist das Projekt unter dem Punkt 1.4 enthalten.
Konkrete Erfolge / Produkte des Projektes
Das Projekt befindet sich in der Durchführung. Schon jetzt zeichnet sich ein gesteigertes Interesse an der Haltungsform des Biohofes ab.