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Pferdebachtal

Bezeichnung des bewilligten Projektes (Projekttitel)*

Internetseite des Projektes

 

Bewilligungszeitraum

von 01.10.2003 bis 31.12.2004

Projektträger*

Kreisfischereiverein e.V.

Ansprechpartner*

(E-Mail, Telefon, Anschrift, etc.):

Herr Lutz Schumacher
Dünstraße 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel.: 03606-606815

Kurzbeschreibung des Projektes

Das zu untersuchende Teichsystem besteht aus zwei hintereinander gelegenen Teichen, welche durch den Pferdebach miteinander verbunden sind. Beide Standgewässer werden als Pachtgewässer durch den Verein genutzt. Seit Anfang der 1990-iger Jahre ist ein vollständiges Trockenfallen des unteren Teiches in den Sommermonaten zu beobachten. Dieses führt dazu, dass die Nutzbarkeit des Teiches als Fischereigewässer stark beeinträchtigt bzw. unmöglich ist. Durch den Verein wurden in der Vergangenheit verschiedene Untersuchungen zur Problemanalyse in Eigeninitiative der Mitglieder durchgeführt. Diese führten zu keinen eindeutigen Aussagen zur Schadensursache. Die Gewässer dienen darüber hinaus als Laichgebiet für einheimische Krötenarten, so dass der Gewässerschutz oberste Priorität in dem Konzept hat. Seltene Vogelarten finden hier Brutgelegenheiten. Neben weiteren Aspekten genießt die Teichanlage insbesondere einen sehr guten Ruf als sanftes Naherholungsgebiet für Wanderer und Naturfreunde.Als erstes ist es notwendig die Situation im Bestand zu erfassen. Hierzu müssen alle wesentlichen das Gewässersystem beeinflussenden Parameter zusammengestellt werden. Zur anschließenden Ursachenanalyse sind verschiedene Untersuchungen in situ erforderlich. Hierbei ist besonders den jahreszeitlichen unterschiedlichen Randbedingungen Aufmerksamkeit zu widmen, da diese die Ergebnisse grundlegend beeinflussen. Resultierend daraus besteht die Notwendigkeit verschiedene Feldversuche bei vollgefüllter (Herbst-Frühjahr) sowie bei trockenfallender (Sommer)Teichanlage durchzuführen. Die Proben aus den Feldversuchen müssen dann im Labor aufbereitet werden. Mit den dabei gewonnenen Ergebnissen ist eine Eingrenzung bzw. Fixierung der Schadensursachen möglich um nutzbare Lösungsansätze zu erstellen. Aus diesen Ansätzen sollen in einem weiteren Schritt praxisgerechte Sanierungskonzepte in Form von Projektunterlagen herausgearbeitet werden, welche besonders die Möglichkeit von Eigenleistungen des Vereins berücksichtigen. Die Ursachen der Undichtigkeiten sind zum Einen im Bereich der Sohlen- bzw. der Dammabdichtung oder zum Anderen in den Kontaktbereichen der Dichtungen untereinander bzw. mit dem anstehenden Untergrund zu erwarten. Um die Ursachen einzugrenzen sind verschiedene Baugrunduntersuchungen der benannten Elemente notwendig. Im einzelnen ist zu erkunden wie sich der Aufbau der Teichdichtung in ausgewählten Bereichen zusammensetzt. Ebenso ist der Aufbau und die Qualität der Schüttdämme einzuordnen. Zu diesem Zweck sollen an ausgesuchten Punkten Rammsondierungen sowie Schürfen (um die Sohlenabdichtung nicht zu stören) abgeteuft werden. Da wie erwähnt der Füllstand des Gewässers einen entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisse besitzt, besteht die Notwendigkeit diese Messreihen beim jeweiligen Zustand der Teil- und Vollfüllung vorzunehmen. Um mögliche Undichtigkeiten der Sohle aufzuzeigen soll parallel zu diesen Untersuchungen eine Lecksuche mittels Farbstoff durchgeführt werden. Dies kann Aufschluss über Art und Weise sowie Umfang der Versickerung geben. Um die Qualität des in den Teichen befindlichen Schlammes zu beurteilen werden Proben aus beiden Teichen entnommen und analysiert. Die im Felde genommenen Proben werden im Labor analysiert und gezielt ausgewertet. Hierbei werden die charakteristischen Werte der Erdstoffe ermittelt. Mit diesen ist es dann möglich fundierte Aussagen zur bestehenden Problematik zu erarbeiten und ein differenziertes Schadens- sowie Schadstoffgutachten zu erstellen. Aufbauend auf dem Schadensgutachten soll ein Sanierungskonzept unter Einbeziehung der Fachbehörden erarbeitet werden. Auf der Grundlage des Konzeptes sollen Ausführungsunterlagen in Form von Ausführungsplänen sowie eines Leistungsverzeichnisses erarbeitet werden. Diese sollen besonders die Möglichkeit von Eigenleistungen durch die Vereinsmitglieder berücksichtigen, wodurch eine erhebliche Reduktion der Baukosten möglich ist.

Ziele und erwartete Effekte des Projektes

Ziel dieser Konzeption ist es die Ursachen bzw. das Ursachengefüge für den Wasserverlust zu bestimmen. Auf Basis dieser Ergebnisse sollen Konzepte für die Sanierung der Teichanlage erarbeitet werden. Da sich die Gewässer in einem Naturschutzgebiet befinden, sind dessen Belange ausreichend zu berücksichtigen. Hauptanliegen ist, durch die Konzeption geeignete Maßnahmen zu finden, den ständigen Wasserverlust zu vermeiden und den Charakter der Anlage zu erhalten. Dabei wird besonders Wert auf schonende Verfahren gelegt um so wenig wie möglich in den Naturhaushalt eingreifen zu müssen. In einer weiteren Maßnahme soll eine geringe Investition zugunsten des Gewässers in Günterode den Erholungswert verbessern. Diese Maßnahme steht im Einklang mit den städtischen Entwicklungsabsichten des naturnahen Gewässerausbaus in Günterode.

Einordnung des Projektes in die Handlungsfelder der Region

Das Projekt ist dem Handlungsfeld Freizeit- und Erlebnisraum zu zuordnen.

Konkrete Erfolge / Produkte des Projektes

Lösungsansätze sollen durch die Konzeption erarbeitet werden.