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Bezeichnung des bewilligten Projektes (Projekttitel)*

Internetseite des Projektes

 

Bewilligungszeitraum

von 01.12.2007 bis 31.12.2007

Projektträger*

Kuhmuhne Schönhagen e.V

Ansprechpartner*

(E-Mail, Telefon, Anschrift, etc.):

Catherina Merx, Leitung Schaugarten;
Karin Weng, Vereinsvorsitzende
036083/ 54544
info@kuhmuhne.de
Kuhmuhne Schöhagen e.V.
Dorfstraße 12
37318 Schönhagen

Kurzbeschreibung des Projektes

Unsere regionale Kulturpflanzenvielfalt unterliegt seit geraumer Zeit einem starken Schwund. War es früher üblich, dass HausgärtnerInnen viele Nutzpflanzen in ihrem Garten anbauten und ihre Sorten selbst vermehrten, ist das Wissen um Anbau, Vermehrung und Verwendung bei vielen Gartennutzern inzwischen in Vergessenheit geraten und damit ein Stück kulturelle und regionale Identität verloren gegangen. Das Wissen, welches früher von Gereration zu Generation weitergegeben wurde ist heute zum Großteil zu einem Spezialwissen von Ausbildungsberufen bzw. Firmen geworden und wird kaum mehr von den Eltern/ Schulen an die junge Generation weitergegeben.
Der Schaugarten Schönhagen zeigt seit 2003 jährlich über 200 Sorten Gemüse, Kräuter und Blumen aus regionaler, ökologischer Vermehrung. Der Schwerpunkt liegt auf seltenen und in Vergessenheit geratenen Kulturpflanzen, darunter auch immer mehr „Eichsfelder Sorten“. Aus Erfahrungen mit Gruppen aller Altersklassen wissen wir, wie groß das Erstaunen darüber sein kann, wie z.B. Möhren wachsen, welche Farben sie haben können und wie die Samenträger der Möhre aussehen. Die stei-gende Besucherzahl macht deutlich, dass das Interesse an regional vermehrten Sorten für den eige-nen Hausgarten größer wird. Besonders deutlich wird dies immer an unserem jährlich durchgeführten Tomatentag, an dem für die Region Eichsfeld geeignete, in Schönhagen gezüchtete Tomatensorten für das Freiland vorgestellt werden.
Bei unseren Veranstaltungen und Führungen verkaufen wir Saatgut u. a. der beiden ebenfalls auf Vereinsflächen befindlichen Dreschflegel – Vermehrungsbetriebe von Maren Uhmann und Bernd Horneburg/ Stefi Clar. Die Besucher können also die in Führungen kennen gelernten Sorten direkt vor Ort erwerben.
Das steigende Interesse ermutigt, in dem Vorhaben, weitere Zielgruppen mit neuen Themen anzusp-rechen
Dass in der Region ein Bedarf an typisch Regionalen Produkten besteht, zeigte sich z.B. in dem von Eichsfeld aktiv geförderten Projekt „ Junge Eichsfelder Küche“. Gerade bei typisch eichsfelder und regional vermehrtem Gemüse zeigte sich die Schwierigkeit, an solches Gemüse heranzukommen. Hier sehen wir den dringenden Handlungsbedarf, auf unsere Sorten, deren Anbau und Verwendung in Veranstaltungen und der Presse verstärkt aufmerksam zu machen.

Ziele und erwartete Effekte des Projektes


Allgemeines Ziel ist der Erhalt und die Förderung der Kulturpflanzenvielfalt in der Region Eichsfeld und darüber hinaus. Alte und seltene Sorten sollen in der Demonstrationsanlage erlebbar für alle Sinne gemacht werden, um das Interesse zu wecken, die Sorten im eigenen Garten/ Gärtnerei aus-zuprobieren. Das Wissen um ökologischen Anbau, Vermehrung und Verwendung von regionalen Sorten soll in Führungen und Seminaren mit neuen und erweiterten Themenschwerpunkten an HausgärtnerInnen, GärtnerInnen, Schulklassen und Touristen weitergegeben werden. Da bisher nur wenig Schulklassen den Garten besucht haben, wir aber gerade bei dieser Altersgruppe dringenden Handlungsbedarf sehen, auf Naturkreisläufe und gesunde regionale Ernährung hinzuweisen, möchten wir vor allem diese Zielgruppe mit einem speziellen Konzept für einen Besuch im Schaugarten als Außerschulischen Lernort ansprechen.
Durch die erwarteten steigenden Besucherzahlen und den damit verstärkten Saatgutverkauf, ver-sprechen wir uns eine deutliche wirtschaftliche Stärkung der beiden Saatgutbetriebe in Schönhagen.
Mit Hilfe eines größeren Seminarangebotes, des damit verbundenen intensivierten Marketing, der Ansprache neuer Zielgruppen und die dadurch erwarteten steigenden Einnahmen, bekommen wir die Möglichkeit, unser Projekt auch nach Abschluss des Bewilligungszeitraumes weiter zu führen.

Einordnung des Projektes in die Handlungsfelder der Region

Unterstützung der WSK „Regionale Produkte“
Handlungsfelder:
- Bildungs- und Sozialraum
- Freizeit und Erlebnisraum
- Landschafts- und Naturraum
- Landwirtschaft – Erzeugung – Vermarktung

Konkrete Erfolge / Produkte des Projektes

Mit dem Projekt wurde ein fehlender Baustein des Projektes „Genießerreisen“ ergänzt.